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Die Rangfolge der zehn größten Automobilhersteller 2000 - 2016

Die Internationalisierung begünstigt Autohersteller mit weltweiten Marktanteilen von 5% bis unter 10%

4. Juni 2018 - Etwas mehr als zwei Drittel aller weltweit produzierten Autos (67,8%) rollten 2016 von den Bändern der weltweit zehn größten Autohersteller.

 

Vor sechzehn Jahren, als die Internationalisierung der Automobilproduktion einsetzte, lag dieser Anteil mit 72,1% deutlich höher. Berücksichtigt man, dass im Jahr 2000 Daimler Chrysler noch mit 8,0% Marktanteil zu den zehn größten Herstellern zählte, so lag damals der Marktanteil der zehn weltweit größten Autohersteller sogar bei 76%.


Die größten Hersteller konnten also ihren Weltmarktanteil nicht halten oder gar steigern. Gleichzeitig hat sich die Rangfolge der Weltmarktführer stark verändert, wie die Tabelle zeigt.

Die Marktanteile der 10 größten Autohersteller von 2000 bis 2016.

Die Veränderungen der Marktpositionen der zehn Hersteller ergeben sich direkt aus ihrer Rangfolge.

 

Die spektakulärste Veränderung: Hyundai aus Südkorea gehörte im Jahr 2000 noch nicht zu den weltweit zehn größten Autoherstellern. Sechzehn Jahre später ist Hyundai der weltweit drittgrößte Automobilbauer und rangiert vor den ehemaligen Platzhirschen GM und Ford.

 

Um die Größen- und Kräfteverhältnisse innerhalb der weltweit zehn größten Autohersteller deutlich zu machen, bilden wir drei Gruppen.

 

Die Gruppe der Hersteller mit einem Marktanteil von 10% und mehr, die Gruppe mit einem Marktanteil von 5% und unter 10% und schließlich die Gruppe der Hersteller mit einem Marktanteil von unter 5%.

 

In sechzehn Jahren Internationalisierung hat sich die Rangfolge innerhalb der drei Gruppen von Marktanteilen signifikant verschoben. Das wird besonders deutlich, wenn wir die Anzahl der Weltmarktführer sowie die Anzahl ihrer produzierten Autos im Vergleich der Jahre 2000 und 2016 betrachten.

Anzahl und Stückzahlen der weltweit größten Autohersteller von 2000 und 2016.

Die Internationalisierung hat nicht die größten Weltmarktführer begünstigt

Die Weltmarktführer mit Marktanteilen von 10% und mehr haben sich zwischen 2000 und 2016 von drei auf zwei Firmen verkleinert. Ihre Autoproduktion sank in diesem Zeitraum um 5%, während die Welt-Automobilproduktion um 63% stieg.


Die Position der größten der Weltmarktführer hat sich also im Prozess der Internationalisierung verschlechtert. Dies gilt auch für die gesamte Gruppe der zehn größten Hersteller. Denn ihre Autoproduktion stieg mit 45% langsamer als diejenige der Welt-Autoproduktion mit 63%.


Der Marktanteil der Gruppe mit 10% und mehr Marktanteil sank von 37% (2000) auf 21% (2016), also um 16 Prozentpunkte.

 

Toyota blieb stehts in der großen Gruppe, VW stieg in sie auf, während GM und Ford aus der großen Gruppe abstiegen.

Die Gruppe der weltweit größten Autohersteller mit 5% Marktanteil bis unter 10% kann die Internationalisierung am besten nutzen

Zur Gruppe der Autohersteller mit 5% und unter 10% Marktanteil gehörten 2000 nur zwei Unternehmen, nämlich VW und Daimler Chrysler mit Marktanteilen von 8,7% bzw. 8.0%.  Sechzehn Jahre später umfasst diese Gruppe die Hälfte der zehn größten Autohersteller. Das sind die Hersteller Hyundai, GM, Ford, Nissan und Honda. Daimler Chrysler bzw. Daimler ist bereits aus der Gruppe der zehn größten Autohersteller ausgeschieden.


Hersteller mit den Marktanteilen von 5% und mehr bis unter 10% können ihre Autoproduktion in sechzehn Jahren um mehr als das Doppelte steigern, nämlich um 234%.


Der Marktanteil dieser Gruppe steigt von 17% (2000) auf 34% (2016), also um 17 Prozentpunkte.


Es ist offensichtlich, dass die Gruppe der Weltmarktführer mit Marktanteilen von 5% und unter 10% die Internationalisierung der wachsenden Automobilproduktion am besten nutzen konnte.

Die Internationalisierung halbiert die Marktanteile der Gruppe der größten Autohersteller mit Marktanteilen von unter 5%

Die Gruppe mit Marktanteilen unter 5% halbierte sich von sechs auf drei Firmen wie auch ihre Autoproduktion sank um 15% bei steigender Welt-Autoproduktion. Alle drei Firmen dieser Gruppe, Fiat, Renault und PSA, gehörten dieser Gruppe bereits im Jahr 2000 an. Hyundai katapultierte sich in die Spitzenposition innerhalb der Gruppe mit 5% und unter 10% Marktanteile, wie auch Nissan und Honda in diese Gruppe aufstiegen.


Die Marktanteile dieser Gruppe der Weltmarktführer mit unter 5% Marktanteil halbierten sich von 23% (2000) auf 12% (2016), also um 11 Prozentpunkte.

China ist die Triebkraft dieser Verschiebungen in den Weltmarktanteilen der Automobilproduktion

Drei Faktoren wirken als Triebkraft dieser Verschiebungen zwischen den Weltmarktführer und ihren Marktanteilen.

Der erste Faktor betrifft die nahezu kontinuierlich wachsende Welt-Autoproduktion um 63% von 2000 bis 2016.


Der zweite Faktor betrifft die Tatsache, dass sich China zum Brennpunkt dieses Wachstums herausbildete. Im Jahr 2000 fand erst 3,5% der weltweiten Automobilindustrie in China statt. 2017 ist China schon längst die Nummer eins der Weltautorpdoutkion geworden mit einem Marktanteil von 29,8%, hinter dem die USA als zweitplatzierte mit 11,5% Marktanteil folgen.


Und schließlich bilden sich mit der wachsenden Automobilproduktion in China chinesische Hersteller heraus, deren zehn größten 2010 bereits 34% Marktanteil an der Autoproduktion in China aufweisen. 2016 liegt dieser Marktanteil bei 42% und derjenige der zehn Weltmarktführer bei 46% wie ein separater Report in diesem Magazin aufzeigt.

 

Chinesische Autohersteller konnten das Wachstum der Automobilproduktion im führenden Autoland der Welt vorteilhaft für sich mit einem Marktanteil von zuletzt 42% nutzen und damit den Spielraum im Wachstum der zehn größten Weltmarktführer im Allgemeinen bremsen. Der Marktanteil dieser zehn Firmen an der Welt-Autoproduktion sank von 76% auf 68%.


Das Aufkommen der chinesischen marktführen Autohersteller begünstigte auch die Weltmarktführer mit Marktanteilen von 5% und unter 10% und benachteiligte Weltmarktführer mit kleineren und größeren Marktanteilen.

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