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Control Techniques, Tochter von Emerson Industrial Automation, im Interview

Wie die durchgängige Umrichterfamilie Unidrive M von Control Techniques den Engineeringaufwand senkt

Die Marktuntersuchung von Quest TechnoMarketing zum Engineering der Automatisierungstechnik im deutschen Maschinenbau haben mehrere Automatisierungshersteller unterstützt. Zu ihnen gehört Control Techniques, Hennef. Thomas Quest spricht mit Rainer Crevecoeur, General Manager Deutschland, Dr. Holger König, Leiter Vertrieb Manufacturing Deutschland und Ulrich Buhr, Leiter Vertrieb Automation Solutions Deutschland, über das Engineering der Antriebslösungen am Rande einer Vertriebstagung.

Foto Dr. Holger König, Rainer Crevecoeur, Ulrich Buhr
Dr. Holger König (links), Rainer Crevecoeur (Mitte), Ulrich Buhr (rechts)

Herr Crevecoeur, Herr Dr. König, Herr Buhr, Control Techniques hat die umfassende Marktuntersuchung zum Engineering der Maschinenautomation im deutschen Maschinenbau bis 2017 durch Quest TechnoMarketing unterstützt. Warum?

Produktentwicklung auf Basis von Marktuntersuchungen

Die Meinung der Kunden ist CT wichtig. Der neuen, vor einem Jahr vorgestellten, umfassenden Umrichterreihe Unidrive M lagen internationale Marktuntersuchungen zugrunde.

Foto Dr. Holger König
Dr. Holger König, Leiter Vertrieb Manufacturing Deutschland

In der Produktentwicklung ging Emerson Industrial Automation, unser Mutterunternehmen, zunächst vom höchsten technologischen Stand aus und entwickelte diesen mit über 30 Patentanträgen weiter.


Dann kam der entscheidende Punkt: wie sind Funktionsvielfalt und Performance auf höchstem Niveau anwendungsgerecht so zu strukturieren, damit der Maschinenbauer seine Kosten senken, seine Flexibilität erhöhen und der Enduser seine Stillstandszeiten minimieren kann.


Das Ergebnis ist Unidrive M, eine modular aufgebaute, sechsreihige Umrichterfamilie für 0,25kW bis 2,8MW mit Asynchron-, Synchron- und Servomotoren, Linearantrieben sowie AFE, völlig durchgängig strukturiert, auf Anwendungen angepasste Hardware, Programmierung auf Codesys basierend, mit zahlreichen Technologiemodulen und über Optionsmodule an nahezu alle Applikationen und Anwendungen anpassbar


Dieses ganze Konzept ermöglicht es, den Engineeringaufwand des Maschinenbauers und beim Endkunden deutlich zu reduzieren.


In der Untersuchung gaben die Maschinenbauer an, wie sich ihr Engineeringaufwand in den letzten Jahren entwickelt hat. Darauf gehen wir gleich näher ein. Ich möchte zunächst an Ihre Ausführungen zu Unidrive M anknüpfen. Unidrive M ist ein Antriebssystem und darauf bezieht sich auch das entsprechende Engineeringsystem. Nun zeigte aber die Untersuchung, dass die Mehrheit der Maschinenbauer ein Engineeringsystem erwartet, dass alle Funktionsbereiche, also Antriebe, Steuerung, HMI, Safety usw. abgedeckt sind. Tut sich da nicht eine Lücke auf?

Emerson Industrial Automation: Auf dem Weg vom Antriebslieferanten zum Automatisierungspartner

Dieses Ergebnis hat uns in der Untersuchung nicht überrascht, sondern im Gegenteil bestätigt und in der Tat liegt hier ein entscheidender Punkt. Die Maschinenbauer erwarten mit dieser Forderung weniger einen Antriebslieferanten als vielmehr einen Automatisierungspartner, der über die Antriebstechnik hinaus auch die Steuerungstechnik, die gesamte Automatisierung, abdeckt.

Foto Rainer Crevecoeur
Rainer Crevecoeur, General Manager Deutschland

Control Techniques ist ja bekannt für Antriebstechnik. Wir sind zugleich ein Teil des weltweit aufgestellten Emerson-Unternehmens, genauer gesagt wir sind Teil von Emerson Industrial Automation.


Emerson Industrial Automation wird die Lücke zwischen Antriebstechnik und Fabrikautomatisierung in naher Zukunft schließen.


Wir werden Automatisierungslösungen ermöglichen, also PC-gestützte Steuerungstechnik, HMI, Ein-/Ausgangsebene. Schon jetzt haben einzelne Umrichtermodule Steuerungstechnik und Motion Control integriert, bieten also dezentrale Steuerungstechnik. Mit der Erweiterung kann dann der Maschinenbauer zentrale und dezentrale Automatisierungslösungen realisieren.


Das ist aber eine Neuigkeit!


Ja, das ist es auch. Das Ergebnis der Untersuchung an dieser Stelle hat uns auch ermutigt, diese Neuigkeit schon jetzt mitzuteilen.


Mit diesem Schritt sichert Emerson Industrial Automation dem Maschinenbauer die heute im Wettbewerb so notwendige Flexibilität und verschafft ihm Verkaufsvorteile gegenüber seinem Endkunden. Und die weltweite Präsenz von Emerson Industrial Automation begleitet weltweit den exportorientierten deutschen Maschinenbau und unterstützt ihn bei seinen weltweiten Kunden.


Ok, das ist die Perspektive, Emerson Industrial Automation als weltweit aufgestellter Anbieter von integrierten Gesamtlösungen für die Fabrikautomation. Zurück zur Antriebstechnik und dem Engineering. 70% der Maschinenbauer geben an, dass der Engineeringaufwand seit 2007 bis heute gestiegen ist und zwar um ca. 50%. Wie wirkt sich Unidrive M auf den Engineeringaufwand beim Maschinenbauer aus?


Unidrive M senkt den Engineeringaufwand deutlich und das wollen wir an drei Hauptpunkten ausführen.

Unidrive M senkt Engineeringaufwand durch lückenlose Durchgängigkeit

Eine Umrichterfamilie von 0,25 kW bis 2,8 MW, bestehend aus sechs Umrichterreihen mit auf Anwendungen entsprechend skalierter Hardware, Technologien und Software, mit denen Asynchron-, Synchron-, Servomotore sowie Linearantriebe angesteuert oder als AFE genutzt werden können.


Der Maschinenbauer wählt also die für seine Antriebsaufgaben passenden Geräte über Eplan-Makros aus, verfeinert die Anpassung an die Anwendung über Optionsmodule z.B. für Feldbusse, Schnittstellen u.a., parametriert bzw. programmiert alle Geräte mit einer einheitlichen Software, die auf Codesys basiert, nutzt dabei fakultativ Technologiepakete wie z.B. Wickler, die nur noch parametriert werden müssen und wählt aus einem umfassenden Motorenprogramm die passenden Antriebe.


Konsequente lückenlose Durchgängigkeit ist hier der Faktor, der den Engineeringaufwand reduziert.

Unidrive M-Familie erübrigt Zweit- und Drittlieferanten und den damit höheren Engineeringaufwand

Und das führt gleich zum zweiten Punkt. Wir konnten in der Untersuchung lesen, dass die Maschinenbauer bei Antriebsumrichtern wechselbereiter sind als bei anderen Komponenten.

Foto Ulrich Buhr
Ulrich Buhr, Leiter Vertrieb Automation Solutions Deutschland

Das hat mit den erstrebten Freiheitsgraden der Maschinenbauer zu tun, aber auch mit einer Beobachtung, die wir am Beispiel von Pressenherstellern erläutern wollen.


Verschiedene Pressenhersteller nutzen zwei bis drei Antriebslieferanten, einen als Hauptlieferanten, einen anderen Lieferanten für einfache Antriebsaufgaben und schließlich einen dritten Lieferanten für große Leistungen beim eigentlichen Pressenantrieb.


Keiner dieser drei Lieferanten deckt alles so ab, wie der Maschinenbauer das erwartet. Der Maschinenbauer ist also gezwungen, zu wechseln. Und das treibt natürlich seinen Engineeringaufwand in die Höhe.


Unsere große Stärke aber ist es, dass wir so etwas mit einer Umrichterfamilie abdecken können – die große Spanne der Umrichterfamilie und ihre lückenlose Durchgängigkeit erspart also zwei- und dreifaches Engineering von Fremdlösungen.  


Und der dritte Punkt?

Unidrive M-Familie deckt technologisch nahezu alle Anwendungen ab, kein höherer Engineeringaufwand durch Fremdfabrikate

Der dritte Punkt, den Engineeringaufwand zu senken, liegt darin, dass der Maschinenbauer Standardanwendungen mit Standardtechnologien bis hin zu komplexen adaptierten Lösungen auf Basis einer einzigen Umrichterfamilie mit einer Software abdecken kann.


Auch an dieser Stelle sieht sich der Maschinenbauer nicht gezwungen, auf andere Fabrikate auszuweichen, die zusätzlichen Engineeringaufwand bedeuten.  


Ein abschließender Punkt: die Maschinenbauer betonen in der Untersuchung die Rolle der Software als Wettbewerbsvorteil. Was kann Unidrive diesen Maschinenbauern bieten?

Die einfache Art und Weise der Hardwareanpassung und kundenspezifische Softwarelösungen

Zunächst einmal im Hinblick auf die Hardware: Unsere Stärke ist einfache Anpassung an spezielle Anforderungen. Oder, anders gesagt: wir haben eine einfache Art und Weise, diese Hardware an Applikationen und Anforderungen anzupassen, die andere nicht haben. Das gehört zu unseren großen Stärken.


Zur Rolle der Software: das Engineeringsystem für Unidrive M, das Maschinen-Control-Studio, ermöglicht, basierend auf der offenen CodeSys Programmierung, selbstverständlich kundenspezifische Softwarelösungen des Maschinenbauers, die dieser als sein spezielles Know-how schützen kann.  


Herr Crevecoeur, Herr Dr. König, Herr Buhr, vielen Dank für das Interview.

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Emerson Industrial Automation

Liefert Produkte, Lösungen und Dienstleistungen für die Fabrikautomation mit 4,9 Mrd. $ Umsatz und weltweit 25.000 Mitarbeitern.

Control Techniques

Ist der Markenname für die Antriebstechnik von Emerson Industrial Automation.

Control Techniques GmbH
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Meysstr. 20
53773 Hennef
Telefon 02242-877-0

Emerson

Breit aufgestellter amerikanischer Hersteller und Technologieanbieter mit 24,7 Mrd. $ Umsatz, 132.000 Mitarbeitern, in 150 Ländern präsent und weltweit 230 Fertigungsstätten.


Mehr Informationen zu Emerson Industrial Automation

Prospekt zu Emerson Industrial Automation, Seite 1
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Mehr Informationen zu Unidrive M

Unidrive M Broschüre, Seite 1
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Bitte kontaktieren Sie mich für Ihre Anliegen.

Foto Dr. Holger König

 

 


Dr. Holger König, Leiter Vertrieb Manufacturing Deutschland

holger.koenig@emerson.com


Höhere Energieeffizienz in der Textilindustrie durch Unidrive M

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