MaschinenbauAutomatisierungSensorik > IO-Link im Maschinenbau bis 2016

Marktuntersuchung zu IO-Link im deutschen Maschinenbau

Anwender sind mit IO-Link zufrieden, kräftiger Schub bis 2016 erwartet

Gemäß einer Marktuntersuchung zu IO-Link von Quest TechnoMarketing Ende 2013 sind die allermeisten Maschinenbauer mit IO-Link zufrieden. IO-Link steht vor einem dynamisch verstärkten Einsatz bis 2016.

13% der Maschinenbauer nutzen IO-Link

28. Mai 2014 - Zuerst hat sich IO-Link schrittweise und kontinuierlich entwickelt von 1% im Jahr 2007 auf 13% Ende 2013. Jetzt steht ein kräftiger Schub bevor.

 

Kräftiger Schub bis 2016

Bis 2016 wollen 47% der Maschinenbauer IO-Link nutzen, also fast jeder zweite! Das bedeutet fast eine Verdreifachung in den nächsten drei Jahren.

 

Auch die Präsenz von IO-Link an den Maschinen soll sich ausdehnen. Die Anzahl von Maschinen mit IO-Link soll bis 2016 deutlich über dem Wachstum der Maschinenproduktion liegen, die für diesen Zeitraum bei 15% betragen soll.

 

Schließlich streben die heutigen Anwender für die Zukunft deutlich mehr IO-Link Sensoren pro Maschine an. Einen solchen aus Erfahrung geschärften Blick haben die künftigen Erstanwender natürlich noch nicht. Entsprechend beabsichtigen diese Maschinenbauer noch relativ wenige IO-Link Sensoren pro Maschine.

 

Was ist das Faustpfand dafür, dass IO-Link künftig mehr Anwender gewinnt und verstärkt an Maschinen eingesetzt wird?

Durchgängige Zufriedenheit der heutigen Anwender mit IO-Link

Der mögliche Nutzen von IO-Link wurde in den Gesprächen bzw. Interviews durch neun Nutzenaspekte umfassend beleuchtet.

  • Mit den vier Nutzenaspekten „feldbusunabhängiger Anschluss, dreiadrige Standardleitung, mögliche zustandsbasierte Wartung und reduziertes Schaltschrankvolumen sind mehr als 90% der Anwender zufrieden.

Der Grad der Zufriedenheit mit IO-Link im Maschinenbau.
Quelle: "Einsatz und Akzeptanz von IO-Link bis 2016 im deutschen Maschinenbau". Marktuntersuchung von Quest TechnoMarketing 2014.
  • Mit dem Vorteil der ungeschirmten Leitung sowie dem Merkmal, dass der IO-Link-Master die Sensorparameter speichert, sind mehr als 80% der Anwender zufrieden.
  • Mit der Zuweisung der Sensorparameter über die Steuerung, dem Sensorsmartprofil und der Abwärtskompatibilität von IO-Link für binäre Sensoren sind über 70% der Anwender zufrieden.

IO-Link reduziert Kosten bis zu 30%

Darüber hinaus nannten 13% der Anwender Kostenreduzierung als Nutzen von IO-Link. Ein Werkzeugmaschinenbauer begründet eine 30%ige Kostenreduzierung:

  • „Der erste wesentliche Punkt ist die Reduzierung des Installationsaufwands, damit einhergehend auch die Kostenreduzierung. Die Kostenreduzierung veranschlagt man mit 30 %. Diese 30 % sind ein Mix aus Aufwand für teurere Hardware, verbilligte Installationskosten und Ersparnis bei den Arbeitszeiten der Mitarbeiter. Die Kostenersparnis ist zwar für einen Einkäufer nicht immer gleich einsichtig, weil er nur seine Einkaufskosten sieht. Alle Feldbussysteme sind zunächst teurer als die diskrete Verdrahtung. Erst der Mix aus Arbeitszeit der Mitarbeiter für Installation und Inbetriebnahme sowie aus den Materialkosten reduziert die Gesamtkosten auf 30%.“

Gründe, IO-Link nicht einzusetzen

53% der Maschinenbauer wollen bis 2016 kein IO-Link einsetzen. Über die Hälfte dieser Maschinenbauer führen dafür die Einsatzbedingungen an den Maschinen bzw. deren Eigenart und Baugröße an.

  • Das rechnet sich bei uns nicht. Wir haben zu wenige Sensoren. Die Temperatursensoren dagegen werden direkt analog/digital eingebaut.“ (Gummi/Kunststoffmaschinen)
  • „Wir haben kurze Wege, die Sensoren werden bereits mit Kabel von 1-6, max. 8 m Länge, geliefert, bei Anforderung sogar auch mit Stecker.“ (Holzbearbeitungsmaschinen)
  • „Weil wir eine bekannte Technik haben, eine Lösung, die funktioniert. Von IO-Link erwartet man keine Kosteneinsparung, denn intelligente Sensoren werden dadurch teurer und es sind nicht große Entfernungen innerhalb der Geräte zu überbrücken. Die Verdrahtung in der Maschine ist günstiger mit der vorhandenen Lösung.“ (Druck/Papiertechnik)

Repräsentative Marktuntersuchung

Die Untersuchung interviewte mit knapp 200 Firmen 30% der Maschinenbauer in 10 wichtigen Maschinenbau-Branchen mit 100 und mehr Beschäftigten zu IO-Link.

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