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Trends in Produktion und Umsatz des Maschinenbaus 2008 - 2016

Produktion des Maschinenbaus stagnierend, Umsätze leicht wachsend, weiteres Wachstum durch veränderte Exportmärkte begrenzt

Die Analyse von Produktion und Umsatz des deutschen Maschinenbaus im Verlauf von neun Jahren von 2008, dem Jahr des Ausbruchs der letzten Weltwirtschaftskrise, bis 2016 identifiziert drei Trends.

Produktion wächst nicht stabil über das Vorkrisenniveau von 2008

18. Dezember 2017; Erstveröffentlichung 27. August 2012 - In diesen neun Jahren übertraf die Produktion jeweils im Dezember 2014 und 2016 leicht ihr Vorkrisenniveau (134,2). Auch der Spitzenwert im Jahr 2017 mit bisher 133,4 Indexpunkte (März) bleibt weiterhin unter dem Vorkrisenniveau. Die Produktion liegt also auch 2016 nach neun Jahren nicht stabil über ihrem Vorkrisenniveau.

Produktion wächst seit fünf Jahren nur um 0,2% p.a.

Die Produktion kletterte bis Ende 2011 aus dem Krisentief von 2009. Seitdem schwingt sie auf und ab um eine Durchschnittslinie von 115,8 Indexpunkten (2016).


In diesen fünf Jahren von 2012 bis 2016 wuchs die Produktion um 0,2% pro Jahr, trat also faktisch auf der Stelle bzw. bewegte sich seitwärts. Es handelt sich um ein trendloses Auf und Ab ohne Wachstumstrend und ohne krisenhafte Abwärtsbewegung.

Produktion des Maschinenbau in Deutschland von 2008 bis 2016.

Umsatz stabil über Vorkrisenniveau

Der Umsatz konnte sein Vorkrisenniveau, anders als die Produktion, mehrmals überschritten und liegt demnach stabil über seinem Vorkrisenniveau.

Umsatz des Maschinenbaus in Deutschland von 2008 bis 2016.

Umsatz stagniert zwei Jahre lang und wächst dann von 2014 bis 2016

Aus dem Krisentief geht der Umsatz für zwei Jahre von 2012 bis Ende 2013 in eine Stagnation über und wächst in dieser Zeit nur leicht um 0,5% pro Jahr. Doch anders als die Produktion überwindet der Umsatz 2014 diese Stagnationsphase und wächst bis 2016 pro Jahr um 2,2%. 


Im Dezember 2015 markiert der Umsatz mit 155,9 Indexpunkten sogar seinen höchsten Wert seit Ausbruch der Weltwirtschaftskrise. Diesen Wert kann der Umsatz in 2016 allerdings nicht übertreffen.

Trend zu höherwertigen Maschinen seit 2014

Stagnierende Produktion bei leicht steigenden Umsätze - die Maschinen werden also seit 2014 immer höherwertiger.


Was ist die Perspektive für 2017?

Seitwärtsbewegung ist die wahrscheinliche Perspektive für 2017 wegen struktureller Veränderung in wichtigen Exportregionen

Die Analyse der weltweiten Krisenüberwindung von 2008 bis 2016 hat gezeigt, dass der sonst typische allgemeine Konjunkturaufschwung nach einer Krise ausgeblieben ist. An seiner Stelle zeigt die weltweite Industrieproduktion eine Koexistenz, eine enge Verflechtung von Wachstum, Stagnation und Rückschlägen. Diese neue Erscheinung haben wir als eine strukturelle Veränderung im Prozess der Krisenüberwindung charakterisiert.


Diese strukturelle Veränderung prägt den Verlauf der Industrieproduktion in den Industrieländern und den BRIC Ländern. Die Industrieproduktion in den MIST Länder befindet sich in einem allgemeinen Konjunkturaufschwung.

 

Die strukturelle Veränderung mit ihrer Gemengelage aus Wachstum, Stagnation und Rückschlägen in der Weltwirtschaft begrenzt auch für den deutschen Maschinenbau die Möglichkeiten auf den Weltmärkten und hält ihn auch weiterhin in der Seitwärtszone gefangen.

Vergleicht man die Entwicklung der Exportquote des deutschen Maschinenbaus mit der Entwicklung der Industrieproduktion in den Ländern, die 80% der Maschinenexporte aus Deutschland aufnehmen, so zeigt sich, dass mit Ausnahme der USA die Exportquoten mit der Industrieproduktion in den Exportländern nicht Schritt hält.


Das Quest Trend Magazin hat die Frage nach einer tendenziellen Änderung der Nachfragestruktur nach Maschinen als mögliche Ursache aufgeworfen. Aber allein die Tatsache, dass die Exportquoten nicht, wie in den USA, mit steigender Industrieproduktion auch steigen, wirkt sich begrenzend auf die Entwicklung von Produktion und Umsatz des deutschen Maschinenbaus aus.

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