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Branchenreport Robotik und Automation 2008 bis 2017

Robotik und Automation – Wachstumsbranche im Maschinenbau für Effizienzsteigerung

Die Branche Robotik und Automation ist eine Wachstumsbranche des deutschen Maschinenbaus mit steigenden Wachstumsraten in den letzten beiden Jahren 2016 und 2017. Von ihren vier Produktsegementen hat sich der Durchschnittswert von Montagelinien am stärksten erhöht, während der Durchschnittswert von Industrierobotern kontinuierlich abnimmt. 

Robotik und Automation als dynamische Wachstumsbranche im Maschinenbau

29. Mai 2018 - Wie sich Produktion und Umsatz der Branche Robotik und Automation1 im Vergleich zum gesamten Maschinenbau seit Beginn der Weltwirtschaftskrise 2008 entwickelt haben, zeigt das folgende Diagramm in aller Klarheit. Der Startpunkt ist gleich 100 für 2008 gesetzt. Jetzt zeigt sich Robotik und Automation in ihrer ganzen Dynamik.


Der Wert ihrer Maschinen2 hat sich um 93% von 2008 bis 2017 erhöht, ihre Produktion um 80%. Der Maschinenbau hingegen kämpft immer noch gegen die Stagnation im Gefolge der Weltwirtschaftskrise an.

Produktion und Wert der Branche Robotik und Automation von 2008 bis 2017.

Das Diagramm zeigt zunehmende Wachstumsraten für die Jahre 2016 und 2017. Im Jahr 2017 stieg der Wert der Maschinen in Robotik und Automation stärker als ihre Produktion – die Maschinen also im Durchschnitt höherwertiger werden, ihre Funktionsvielfalt, ihr Leistungsvermögen also zunehmen. Eine Entwicklung, die auch bei Verpackungsmaschinen und Gummi- und Kunststoffmaschinen auftritt.


Den Indizes liegen natürlich reale Werte zugrunde. Der Wert der Maschinen in den vier genannten Produktsegmenten summiert sich auf 6,0 Mrd. € für knapp 78.000 Maschinen im Jahr 2017.

Die Produktsegmente von Robotik und Automation und ihre Anteile an Produktion und Wert

Die vier Produktsegmente prägen die Branche in unterschiedlichem Maß. Die im Jahr 2017 produzierten 35.700 Industrieroboter machen 46% der Stückzahlen der Branche aus, während ihr Wertanteil mit 19% in Höhe von 1,1 Mrd. € relativ niedrig liegt.

Produktion und Wert von Robotik und Automation 2017.

Die 7.800 Montagelinien weisen mit 10% den niedrigsten Anteil am Stückvolumen, aber mit 37% den höchsten Wertanteil mit einem Volumen von 2,2 Mrd. € auf.

Montagelinien und Montageautomaten mit steigenden, Industrieroboter und Montagemaschinen mit fallenden Durchschnittswerten

Führen wir die Stückzahlen der Produktion und ihren Wert zusammen, so erhalten wir den Durchschnittswert pro Maschine in Euro. Er signalisiert, wie stark eine Maschine im Markt positioniert ist.


Maschinen für die Montageautomatisierung steigen in ihren Durchschnittswerten in Bezug auf das Jahr 2008: Montageautomaten um 23% auf 106.897 € (2017) und Montagelinien um 50% auf 287.022 €.

Durchschnittswert pro Maschine in Euro in Robotik und Automation von 2008 bis 2017.

Maschinen für die Montageautomatisierung integrieren also immer mehr Funktionen und erhöhen ihr Leistungsvermögen, was offenbar auf Kosten der Funktionalität von Montagemaschinen geht. Denn der Durchschnittswert von Montagemaschinen sinkt gegenüber 2008 um 4% auf 56.152 €.


Industrieroboter zeigen keinen Trend zur Höherwertigkeit. Ihr Durchschnittswert sinkt um 16% auf 31.819 €. Ein Grund dieser Entwicklung liegt in den Eigenlösungen des Roboters durch insbesondere diejenigen Maschinenbauer, die Roboter in größeren Stückzahlen einsetzen.

Fazit

Robotik und Automation ist eine dynamische Wachstumsbranche im deutschen Maschinenbau. Sie gehört zu den Treibern für Effizienzsteigerung. Dafür setzt der Markt in erster Linie Montageautomaten und Montagelinien ein. Montageautomatisierung ist also der Fokus für Effizienzsteigerung. Industrieroboter als Kaufroboter fallen demgegenüber noch zurück. Dieses Bild würde sich relativieren, wenn die amtliche Statistik die Eigenlösungen von Robotern durch die Maschinenbauer berücksichtigen würde.

 


1 Die Branche Robotik und Automation umfasst die vier Produktsegmente Industrieroboter, Montagemaschinen, Montageautomaten und Montagelinien. Das fünfte Produktsegment, Handhabungsgeräte, weist eine mangelnde Präsenz in der amtlichen Produktionsstatistik auf, deshalb ist es hier ausgeklammert.

2 Als Wert bestimmt die amtliche Statistik die zu Verkaufspreisen bewertete Produktion ohne Umsatzsteuer. Der Unterschied zum Umsatz liegt hauptsächlich in Lagerveränderungen, kann also mit großer Näherung als Umsatz aufgefasst werden.

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