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Positionierung der Hersteller von Verpackungsmaschinen

Welcher Grad von Konzentration bei der Produktion von Verpackungsmaschinen bis 2018 auftreten wird

Dieser Report behandelt die Konzentration bei der Produktion von Verpackungsmaschinen im Jahr 2018, basierend auf einer repräsentativen Marktuntersuchung von Quest TechnoMarketing aus dem Jahr 2015. Auch die Typen der Verpackungsmaschinen wie Serienmaschinen, Sondermaschinen und Anlagen werden berücksichtigt.

Symbolbild Verpckungsmaschinen

15. August 2016 – Der Grad der Konzentration bestimmt die Positionen, die Firmen im Wettbewerb innerhalb der Branche und gegenüber ihren Kunden und Lieferanten einnehmen. Zu diesem Zweck setzt man die Anzahl der Firmen mit der Anzahl ihrer produzierten Maschinen ins Verhältnis.


Für den gesamten Maschinenbau zeigt sich dabei eine ausgeprägte Konzentration. Zwei Drittel der Maschinenbau-Firmen generieren nämlich nur 12% des Umsatzes im Maschinenbau. Über die Hälfte des Maschinenbau-Umsatzes erzeugen dagegen lediglich 6% der Maschinenbau-Firmen.


Dagegen ist die Konzentration bei Verpackungsmaschinen weniger stark ausgeprägt. Das folgende Diagramm berücksichtigt die Angaben von Herstellern von Verpackungsmaschinen für das Jahr 2018.


So werden über die Hälfte der Verpackungsmaschinenbauer (53%) bis 2018 14% der Verpackungsmaschinen in Stückzahlen von 1 bis 99 Maschinen produzieren. Es liegt nahe, dass diese zahlreichen Firmen sich in einer stark abhängigen Stellung im Wettbewerb mit den anderen beiden Gruppen in der Branche und gegenüber ihren Kunden und Lieferanten befinden.

Konzentration bei der Produktion von Verpackungsmaschinen bis 2018.

Den anderen Pol bilden 7% der Verpackungsmaschinenbauer, die 44% aller Verpackungsmaschinen herstellen werden in Stückzahlen von 500 und mehr Maschinen. Diese Firmen prägen die Branche maßgeblich und können gegenüber ihren Kunden und Lieferanten oftmals eine Schlüsselposition einnehmen.


Die mittlere Gruppe umfasst 40% der Hersteller, die 42% der Verpackungsmaschinen in Stückzahlen von 100 bis 499 Maschinen bis 2018 produzieren werden. Die Nähe der beiden Anteile von Firmen und Maschinen signalisiert eine gewisse Balance zwischen den Wettbewerbskräften innerhalb der Branche wie im Verhältnis zu Kunden und Lieferanten.


Gegenüber dem Zeitpunkt der Marktuntersuchung im Jahr verstärkt sich die Konzentration zugunsten der Firmen, die 500 und mehr Maschinen pro Jahr produzieren. Ihr Anteil an der Produktion von Verpackungsmaschinen liegt 2015 bei 41% und steigt bis 2018 auf 44% auf Kosten der beiden anderen Gruppen.


Nun wird der kundige Leser einwerfen, dass Verpackungsmaschine nicht gleich Verpackungsmaschine ist, denn da gibt es Serienmaschinen, Sondermaschinen und Anlagen, die natürlich jeweils in ganz unterschiedlich hohen Stückzahlen hergestellt werden.


Dieser Hinweis ist auch berechtigt und soll jetzt berücksichtigt werden.


Wir haben in der Marktuntersuchung über das Engineering der Maschinenautomation, die den Blick in die Zukunft bis 2017 richtete, vier Typen von Maschinen unterschieden:

  • Serienmaschinen, die während ihrer Produktion keine wesentliche Änderungen erfahren

  • Sonderserienmaschinen, die modular aufgebaut sind; die Module werden je nach Anwendung bzw. Kundenwunsch zusammengestellt

  • Kundenspezifische Sondermaschinen, die nach Kundenwunsch gefertigt werden

  • Anlagen, die mehrere Maschinen verbindet.


Die Untersuchung zeigt, dass für das Jahr 2017 Sonderserienmaschinen der dominierende Typ bei Verpackungsmaschinen sind. 40% der Verpackungsmaschinenbauer werden diesen Typ produzieren, der 53% aller Verpackungsmaschinen ausmachen wird.

Maschinentypen wie Serienmaschinen, Sondermaschinen und Anlagen in der Verpackungsmaschinenbranche 2017.

Vom Anteil der Stückzahlen folgen dann die Serienmaschinen, vom Anteil der Firmen rangieren die kundenspezifischen Sondermaschinen auf dem zweiten Platz. Anlagen spielen eine relativ untergeordnete Rolle bei Verpackungsmaschinen.


Diese Unterscheidung in vier Typen von Maschinen ist sehr sinnvoll, weil sich das jeweilige Engineering deutlich unterscheidet, was die Marktuntersuchung auch detailliert berücksichtigt.


Aber die Realität ist noch vielschichtiger, als dass sie durch vier Maschinentypen erschöpft werden könnte. Könnte es sein, dass es Maschinenbauer gibt, die nur Serienmaschinen, solche, die nur Sonderserienmaschinen und wieder solche, die eben nur Sondermaschinen bzw. nur Anlagen herstellen?


Nein, das ist überwiegend nicht der Fall. Vielmehr ist es so, dass 61% der Verpackungsmaschinenbauer mehrere Typen von Maschinen produzieren und dass diese Maschinenbauer 88% aller Verpackungsmaschinen herstellen. Die Verflechtung der Maschinentypen bei der Produktion von Verpackungsmaschinen ist also das Typische, das Wesentliche und nur ein gutes Drittel ist auf einen Typ von Maschine fokussiert.


Das hat für das Engineering der Maschinenautomation wie für Automatisierungshersteller weitreichende Konsequenzen.

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