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Technik-Report der FDT Group

FDT ermöglicht Integration von Geräten unterschiedlicher Hersteller

FDT (Field Device Tool) definiert Softwareschnittstellen um Kommunikation und Konfiguration zwischen den Feldgeräten verschiedener Hersteller und dem Engineeringtool standardisiert zu ermöglichen.  

FDT ist bereits Standard nach IEC

FDT ist bereits ein Standard nach IEC 62453, der von der FDT Group als Firmengemeinschaft von Automatisierungsherstellern spezifiziert und weiter entwickelt wird.

 

  • FDT ist die einzige verfügbare Technologie, die es Anwendern erlaubt, die Geräte unterschiedlicher Hersteller an verschiedenen Netzwerken/Feldbussen einheitlich in einem Engineeringsystem zu verwalten.

Wie funktioniert FDT?

Das FDT-Konzept lässt sich vereinfacht mit einer in der Bürokommunikation genutzten Methodik vergleichen. So erscheinen zum Beispiel Drucker in beliebigen Office Anwendungen immer in der gleichen Weise und mit gleicher Funktionalität trotz unterschiedlicher Gerätetreiber.

Analog ist bei FDT für das Feldgerät ein Gerätetreiber (DTM Device Type Manager) integriert, der einen standarisierten Zugriff auf das Gerät erlaubt.

 

Damit die Oberflächen von DTM einen einheitlichen Aufbau haben, gibt es einen Style Guide, der die Anordnung und Verhaltensweisen von grafischen Elementen standardisiert, aber genügend Freiraum für gerätespezifische Darstellungen lässt.

 

FDT für die gesamte Automatisierung

Die FDT Technologie ist unabhängig vom jeweiligen Anwendungsbereich. Deshalb wird sie in den unterschiedlichsten Applikationen eingesetzt. In der Fabrikautomation ist dies u.a. in SPS Programmiersystemen der Fall.

 

Durch die flexible Nutzung eines DTM kann man ein Gerät je nach Bedarf in den Tools der jeweiligen Ebene der Automatisierungspyramide handhaben.

Die Spezifikation von FDT erlaubt es, jederzeit neue Netzwerke/Feldbusse aufzunehmen und ist damit zukunftssicher. Alle gängigen Protokolle werden heute unterstützt. Seit einiger Zeit wird auch IO-Link unterstützt.

 

Vorteile von FDT für den Betreiber von Anlagen

FDT vereinfacht wesentlich die zunehmende Geräte- und Protokollvielfalt der Automatisierung, indem es die Arbeitsbedingungen optimiert und die Arbeitsabläufe effizienter gestaltet:

 

  • Ein einziger, zentraler Arbeitsplatz für Planung, Inbetriebnahme, Diagnose und Wartung mit direktem Zugriff auf sämtliche Feldgeräte.
  • Durchgängiger Zugriff auf die Geräte, unabhängig von den gegebenen Netzwerkstrukturen und Kommunikationsprotokollen.
  • Austausch von gemeinsamen Daten zwischen Systemtools (Engineering- oder PAM-System) und gerätespezifischen Bedienoberflächen.
  • Zentrale Datenverwaltung und -sicherheit sowie Verwaltung von Mehrplatz-Systemen.

 

Vorteile von FDT für Maschinenbauer und Automatisierungshersteller

  • Einheitliche und standardisierte Schnittstelle für die Geräteintegration unabhängig von Gerätetyp und System.
  • Einsatz eines Geräte-DTM in den unterschiedlichsten Applikationen, hohe Kosten für Mehrfachentwicklung entfallen.
  • Bereitstellung höherer Funktionalität durch einen DTM, die weit über die Möglichkeiten von statischen Gerätebeschreibungen hinausgehen.

 

Weitere Infos

Die FDT Group besteht aus etwa 100 weltweit führenden Unternehmen der Prozess- und Fertigungsautomatisierung. Sie ist für die Pflege und Weiterentwicklung von FDT verantwortlich. Weitere Informationen über www.fdtgroup.org.

Manfred Brill
Mitglied im Executive Committee der FDT Group für Fabrikautomation
manfred.brill(at)schneider-electric.com

 

Manager System Consistency bei Schneider Electric

 

Schneider Electric Automation GmbH, Schneiderplatz 1, 97828 Marktheidenfeld
Telefon 09391-606-0, Internet www.schneider-electric.com

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