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Steuerungstechnik 2009 - Hohe Wechselbereitschaft, viele Gründe

Im vergangenen Jahr beabsichtigten 27% der untersuchten 220 Maschinenbauer die Steuerungstechnik an den Maschinen zu ändern.

Die Gründe für die Wechselbereitschaft

25. Januar 2010 Diese Wechselbereitschaft ist die höchste seit 2003. In den Gründen für diese Wechsel zeigen sich klare Schwerpunkte wie das Schaubild zeigt. (Mehrfachnennungen möglich)

Kostengünstigere Steuerungskomponenten

32% der wechselwilligen Maschinenbauer wollen die Kosten der Steuerungskomponenten senken.

  • „Man legt Wert auf Echtzeit und steht zugleich unter einem "enormen Kostendruck". Das Echtzeitproblem möchte man mit der neuen Steuerung lösen. Man wird von einer embedded-Lösung auf eine IPC-Lösung wechseln.“ (Textilmaschinen)
  • „Man setzt nur neuere Varianten von CNC-Steuerungen für den Lowcost-Bereich ein.“ (Werkzeugmaschinen)

Höhere Leistung der Maschine

Die Kostensenkung vereint zwar auf sich die meisten Nennungen, spielt aber keine absolute Rolle. Bei 22% der wechselwilligen Maschinenbauer geht es um eine höhere Leistungsfähigkeit der Maschine.

  • „Aufgrund der wesentlich geringeren Zykluszeiten beabsichtigen wir einen Wechsel.“ (Holzbearbeitungsmaschinen)
  • „Man hat bereits Ende 2007 die SPS durch den PC abgelöst. Jetzt ist man dabei, das Konzept noch mehr zu verfeinern und wird Soft-SPS und Steuerung im Bedienterminal für kleinere Maschinen einsetzen. Grund dafür ist, für Motionanwendungen mit Servomotoren muss die Steuerung unheimlich schnell reagieren.“ (Verpackungsmaschinen)

Vereinheitlichung der Steuerungstechnik

19% der wechselwilligen Maschinenbauer streben beim Wechsel vor allem eine Vereinheitlichung der Steuerungstechnik an.

  • „Man vereinheitlicht die Steuerungstechnik. Die Lösung von XY wird durch YZ ersetzt und der eigene Echtzeitrechner läuft ebenfalls aus. Auch die CNC- und MP-Steuerung erhalten eine andere Rechnerbasis. Die SPS wird zu einer PC-basierten Lösung.“ (Holzbearbeitungsmaschinen)
  • „Vielzahl von Steuerungstechnologien soll vereinheitlicht werden. Als Zulieferer für OEMs im Zeitungsdruck und im Akzidenzdruck hatte man unterschiedliche Technolo gien, die jetzt vereinheitlicht werden auf eine neue Steuerungstechnologie. Durch diese Technik wird die Mikroprozessor-Technik abgelöst.“ (Druck/Papiertechnik)
  • „Man will PC-gestützte Steuerungstech-nik mit Soft-SPS weiter ausbauen, dies wegen mehr Offenheit und Performance. (Gummi/Kunststoffmaschinen)

Kürzere Projektierungszeiten

Für 15% der wechselwilligen Maschinenbauer steht ein geringerer Zeitaufwand bei Projektierung, Programmierung bzw. Inbetriebnahme im Vordergrund des Wechsels.

  • „Es ist ein laufender Prozess, dass man von der SPS ganz weg will, hin zur Servosteuerung für mehrere Achsen. Man möchte weniger Schnittstellen haben, dadurch auch die einmaligen Kosten für Projektierung, Programmierung verkürzen, weniger Inbetriebnahmezeit und vor allem auch weniger Fehler beim Kunden haben.“ (Verpackungsmaschinen)

 

Geänderte Anforderungen von Endkunden spielen bei den Wechselbewegungen in der Steuerungstechnik mit 11% der Nennungen die geringste Rolle.

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