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Umsatz je Beschäftigten signalisiert Stand der Krisenüberwindung

Krisenindikator im Maschinenbau liegt 2017 um 7,0% über Vorkrisenniveau

Update 28. Mai 2018 - Die Maschinenbauer hatten und haben immer noch erheblich zu kämpfen, den tiefen Fall von Produktion und Umsatz durch die Weltwirtschaftskrise zu überwinden.

 

Das gilt auch zehn Jahre nach Ausbruch dieser Krise. Die Tiefe dieser Krise wie ihre Dauer gehören zu den strukturellen Veränderungen, die sich im Verlauf der Industrieproduktion in den führenden Industrieländern seit dem Jahr 2000 entwickelt haben.

 

Wie die Branchenanalyse aufzeigt, setzt sich der Maschinenbau aus Firmen mit ganz unterschiedlicher Größenordnung zusammen.

 

Wir möchten jetzt aufzeigen, wie die Firmen je nach Betriebsgröße um die Überwindung der Krisenfolgen kämpfen und welche Firmengrößen sich dabei leichter tun.

Maschinenbaufirmen nach Betriebsgröße unterschieden

Dazu unterteilen wir den Maschinenbau in sechs Betriebsgrößenklassen gemäß den Zahlen des Statistischen Bundesamtes für 2017. Das sind Maschinenbaufirmen mit

  • weniger als 50 Beschäftigten (39% der Maschinenbaufirmen 2017)
  • 50 bis 99 Beschäftigten (24%)
  • 100 bis 249 Beschäftigten (22%)
  • 250 bis 499 Beschäftigten (9%)
  • 500 bis 999 Beschäftigten (4%)
  • 1.000 und mehr Beschäftigten (2%).

Umsatz je Beschäftigten signalisiert Stand der Krisenüberwindung

Die Kennzahl, die uns den Kampf um die Überwindung der Krisenfolgen verdeutlichen soll, ist der Umsatz je Beschäftigten. Die Beschäftigten in den Maschinenbaufirmen arbeiten mit vollem Einsatz. Der Umsatz dagegen, den sie erwirtschaften, hängt maßgeblich von den weltweiten Marktbedingungen als Folge der Weltwirtschaftskrise ab.

 

Konnte nun der Umsatz je Beschäftigten über das Niveau von vor der Krise hinaus gesteigert werden? Das spräche für die Überwindung der Krise.

Krisenindikator seit 2014 bis 2017 über Vorkrisenniveau

Die Grafik zeigt das Ergebnis für den gesamten Maschinenbau. Der Umsatz je Beschäftigten ist für 2008 gleich 100 gesetzt, so dass auf einen Blick deutlich wird, liegt diese Kennzahl nun über, auf oder unter dem Vorkrisenniveau.

 

Das Ergebnis: Der Umsatz pro Beschäftigten konnte 2014 das Vorkrisenniveau (=100) mit 100,5 erstmals sehr knapp übertreffen, liegt 2015 mit 102,2 um 2,2%, 2016 mit 104,1 um 4,1% und schließlich 2017 um 7% über dem Vorkrisenstand von 2008.

Umsatz je Beschäftigten im Maschinenbau 2008 bis 2017 als Krisenindikator


Ein differenzierteres Bild bieten die Ergebnisse in den sechs Betriebsgrößen.

Der Stand der Krisenbewältigung in den sechs Betriebsgrößen

Der Krisenindikator als Umsatz pro Beschäftigten bildet wieder für jede Betriebsgrössenklasse den Wert 100 für 2008.


Der Prozess der Krisenüberwindung verlief in den einzelnen Betriebsgrößenklassen unterschiedlich erfolgreich.

 

Am erfolgreichsten konnten die Maschinenbaufirmen mit 500 bis 999 Beschäftigten (hellblaue Linie) die Krise überwinden. Der Krisenindikator dieser Firmen übertraf bereits 2011 (104,9) das Vorkrisenniveau und stieg seitdem kontinuierlich an und erreichte 2017 mit 118,1 seinen bisher höchsten Wert.

Umsatz je Beschäftigten der Betriebsgrössen im Maschinenbau 2008 bis 2017.

Ähnlich erfolgreich schlugen sich die kleineren Maschinenbaufirmen. Maschinenbauer mit weniger als 50 Beschäftigten (dunkelbraune Linie) erreichen 2012 erstmals einen Krisenindikator über dem Vorkrisenniveau mit 101,0 Indexpunkten, erneut 2014 und 2016 und weisen 2017 den zweithöchsten Wert in den Betriebsgrössenklassen mit 109,9 Indexpunkten auf.


Firmen mit 50 bis 99 Beschäftigten (dunkelblaue Linie) übertreffen 2011 und 2012 leicht ihren Vorkrisenstand, unterschreiten ihn dann wieder für zwei Jahre und liegen wieder seit 2015 über dem Vorkrisenstand. Firmen dieser Betriebsgrösse erreichen 2017 mit 105,0 Indexpunkten den dritthöchsten Wert in den sechs Betriebsgrössenklassen.


Erst seit 2015 gelingt es Maschinenbauern mit 250 und 499 Beschäftigten ihren Umsatz pro Beschäftigten über das Vorkrisenniveau zu steigern. 2017 erreicht der Krisenindikator dieser Firmen 104,1 Indexpunkte.


Der Krisenindikator von Maschinenbauern mit 100 bis 249 Beschäftigten liegt lediglich 2011 mit 101,7 Indexpunkten über Vorkrisenstand und pendelte seitdem zwischen 96,8 (2014) und 99,8 Indexpunkten (2016). Schließlich übertrifft er 2017 erneut das Vorkrisenniveau mit 102,7 Indexpunkten.

Den ganz großen Maschinenbauern mit 1.000 und mehr Beschäftigten gelingt es 2016 erstmals ihren Vorkrisenstand mit 101,3 Indexpunkten zu übertreffen. 2017 liegt ihr Krisenindikator bei 103,8 Indexpunkten.

Umsatz je Beschäftigten in Euro

Abschließend zur Information noch die absoluten Zahlen für die Kennzahl Umsatz je Beschäftigten.

Umsatz pro Beschäftigten und Betriebsgröße 2008 bis 2017.

Im Branchendurchschnitt liegt der Umsatz pro Beschäftigten bei 241.072 € im Jahr 2017. Seine Spanne in den Betriebsgrössenklassen im Jahr 2017 beträgt 130.850 €, das sind 54% vom Branchendurchschnitt. Sie reicht von 163.600 € pro Beschäftigten bei Firmen mit unter 50 Beschäftigten bis hin zu 294.500 € bei Firmen mit 1.000 und mehr Mitarbeitern.

 


1) Bekanntlich sind Firmen des Verarbeitenden Gewerbes ab 20 Beschäftigte gesetzlich verpflichtet, Produktion, Umsätze, Beschäftigte u.a. an die Statistischen Ämter zu melden. Diese Zahlen sind deshalb sehr zuverlässig.

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