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Exporte von Werkzeugmaschinen 2008 - 2017

Chinas Rolle als dominierender Exportmarkt für Werkzeugmaschinen relativiert sich seit 2012

Symbolbild Export

Die Weltwirtschaftskrise von 2008/2009 wirbelte die Exportmärkte des Maschinenbaus durcheinander. China löste die USA als Exportland Nummer eins und die Exportquote in die EU Länder sank schrittweise immer weiter ab. Inzwischen sind die Maschinenexporte aus Deutschland wieder in ihre angestammten Bahnen aus der Zeit vor der Weltwirtschaftskrise zurückgekehrt. Für die Werkzeugmaschinen zeigt sich eine ähnliche Entwicklung. Dieser Report zeigt die zeitweise große Bedeutung von China für die Exporte von Werkmaschinen und verbindet die Exportmärkte mit dem Wert in Euro pro Werkzeugmaschinen seit 2008.

Exportmärkte für Werkzeugmaschinen seit 2016 wieder in den Bahnen wie vor der Weltwirtschaftskrise

2. August 2018 - Wie im Maschinenbau auch sanken die Exportquoten von Werkzeugmaschinen in die EU Länder und in die USA als Folge der Weltwirtschaftskrise. Gleichzeitig explodierten die Exporte von Werkzeugmaschinen die BRIC Länder, insbesondere nach China.


Acht Jahre später, also 2016, ist die Aufteilung der Exportmärkte wieder in den Bahnen wie vor der Weltwirtachaftskrise. Werkzeugmaschinen werden wieder bevorzugt in die EU Länder und die USA exportiert. Die Exportquote in die BRIC Länder ist wieder auf den Wert wie vor der Weltwirtschaftskrise abgesunken.

Exportquoten Werkzeugmaschinen in wichtige Exportländer von 2008 bis 2017.

Vergleichen wir die beiden Exportmärkte mit den relativ größten Änderungen - die BRIC Länder bzw. China und die USA.

Chinas dominierende Exportstellung relativiert sich seit 2012

In der Folge der Weltwirtschaftskrise verdreifachte sich fast der Exportanteil von Werkzeugmaschinen nach China von 13% auf 34% im Jahr 2012. Die Exportquote in die USA sank 2009 und 2010 auf 7% ab und steigerte sich 2012 auf 11% - ein Drittel derjenigen von China.


Auch Produktion und Umsatz von Werkzeugmaschinen sanken bis 2010 und kletterten erst ab 2011 aus dem Krisentief heraus, wie ein Report aufzeigt.


Die sinkenden Export nach den USA waren also Teil des Problems, die steigenden Exporte nach China Teil der Lösung.

Exportquote Werkzeugmaschinen nach den USA und China von 2008 bis 2017.

Seitdem stagniert die Exportquote nach den USA bei 16% bzw. 17%, während die Exporte nach China noch weiter absanken und 2016 mit einer Exportquote von 11% sogar noch das Vorkrisenniveau unterschritten. Erst 2017 stieg die Exportquote nach China auf 13%, während sie für die USA auf 16% absank.

 

Seitdem die USA China als Exportland Nummer eins ersetzten, ist dies mit drei Prozentpunkten Differenz der geringste Abstand zwischen den beiden Exportquoten.

Mit steigendem Stückwert von Werkzeugmaschinen nehmen die Exporte nach China ab

Welche Verbindung zeigt der Wert in Euro pro Werkzeugmaschine mit den Exportmärkten?


Der Stückwert, also der Wert in Euro pro Werkzeugmaschine, kann in drei Phasen unterteilt werden.


Von 2008 bis 2010 erhöhte sich der Stückwert der Werkzeugmaschinen moderat, während gleichzeitig die Exporte nach China sich von 13% auf 27% verdoppelten, in die EU als Folge der Weltwirtschaftskrise um ein Drittel von 46% auf 33% einbrachen und auch in die USA von 8% auf 7% absanken.


Von 2011 bis 2013 steigt der Stückwert weiter an und zwar mit steigender Wachstumsrate. In dieser Zeit erreichen die Exporte nach China 2012 ihr Maximum mit einer Quote von 34%. 2013, als der Stückwert von Werkzeugmaschinen sich um 20% von 82.800 € auf 99.600 € erhöht, fällt die Exportquote nach China von ihrem Spitzenwert in Höhe von 34% auf 25% zurück. Die Exporte von Werkzeugmaschinen nach den USA und in die EU können jedoch in dieser Zeit gesteigert werden.

Wert pro Werkzeugmaschine in Euro von 2008 bis 2017.

Mit einer Unterbrechung in 2014 steigt der Stückwert von Werkzeugmaschinen bis 2017 nur mehr leicht, er bewegt sich um die 100.000 € pro Werkzeugmaschine. Die Exportquote von Werkzeugmaschinen nach China sinkt bis auf 20% ab und liegt 2017 bei 21%. Die Exporte nach den USA und in die EU hingegen nehmen nahezu kontinuierlich zu.

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