MaschinenbauAutomatisierungEthernet / Feldbusse > Marktanteile von Ethernet an Holzbearbeitungsmaschinen

Die Marktanteile von Ethernet an Holzbearbeitungsmaschinen von 2005 bis 2012

Im Jahr 2005 setzen 50% der Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen Ethernet ein. Den gleichen Anteil weist der gesamte Maschinenbau auf. Dann aber verbreitet sich Ethernet in dieser Branche kontinuierlich um 4 bis 6 Prozentpunkte stärker als im Maschinenbau. Dabei zeigen die beiden Arten von Ethernet, TCP/IP und real time Ethernet zunächst unterschiedliche Entwicklungen.

Bis 2010 unterdurchschnittliche Nutzung von real time Ethernet

Real time Ethernet hingegen entwickelt sich von 2005 bis 2010 bei Holzbearbeitungsmaschinen um 4 bis 7 Prozentpunkte schwächer als im Maschinenbau.

Marktanteile von Ethernet und Echtzeit-Ethernet an Holzbearbeitungsmaschinen 2005 - 2012.
Quelle: Marktuntersuchungen von Quest TechnoMarketing zu den Marktanteilen von Ethernet und real time Ethernet an Holzbearbeitungsmaschinen.

 

Zu den Gründen gehören teilweise fehlende Voraussetzungen beim Endkunden:

  • „Man hat nicht einfach plug and play (bei Ethernet), sondern muss umfangreiches IT-Know-how voraussetzen, was dann beim Endkunden in der holzverarbeitenden Industrie nicht verfügbar ist. Dort arbeiten meist angelernte Kräfte, keine Elektronik-Ingenieure in der Instandhaltung.Wenn wir Ethernet in der Feldebene nutzen wollen, müssen normale IT-Komponenten verwendbar sein, die man in jedem Media-Markt kaufen kann und dies weltweit.Heute dagegen wirbt jeder Hersteller mit "herstellerneutralem System", in Wirklichkeit kauft man ein proprietäres System.“ (2005)

 

Der bei Ethernet höhere Preis spielt eine Rolle:

  • "Für uns ist Ethernet momentan noch nicht wirtschaftlich genug. Wir würden Ethernet bereits heute standardmäßig einsetzen, wenn es kostenneutral wäre. Daher fahren wir gemischt, denn jeder Prozessor hat auch eine CAN-Schnittstelle, während eine Ethernet-Schnittstelle teuer ist. Es gestaltet sich jedoch so, dass pro Ethernet-Schnittstelle für einen FU ein Aufpreis von 80-150 Euro zu rechnen ist und dann geht es weiter bei Sensoren. So haben wir 4 FU an der Maschine, die im Schaltschrank sind. Hier wäre es wichtig, dass die Motor-Antriebssteuerung kostengünstig ans Netz anzudocken wäre. Ein Optosensor, der 80 Euro kostet, verteuert sich um 100 Euro auf 180 Euro, deshalb bleibe ich bei I0-Link-Sensoren und kann trotzdem den Sensor lesen und antworten. Momentan scheitert der großflächige Einsatz von Ethernet am Preis der Schnittstelle.“ (2010)

 

Teilweise gelingt die gesamte Umstellung von TCP/IP auf real time Ethernet nicht rasch genug.

  • „Dass man nach wie vor zunächst noch mit TCP/IP und Profinet zwei unterschiedliche Systeme verwenden muss, liegt zum einen daran, dass man intern nicht so schnell mitgehen kann, die Soft- und Hardware umzustellen. Die laufenden Maschinen will man auch im Standardbereich so lange mit der jetzigen Technologie ausrüsten, wie sie gut und noch kostengünstig ist.“ (2008)

Für 2012 mehr real time Ethernet als im Maschinenbau geplant

All diese Punkte kennzeichnen offenbar zeitweilige Anpassungsprozesse. Denn für das Jahr 2012 planen die Maschinenbauer von Holzbearbeitungsmaschinen mit 79% einen Anteil von real time Ethernet, der den Anteil im gesamten Maschinenbau von 67% deutlich übertrifft.

 

Die Grundlage dieses optimistischen Ausblickes deutet sich in den Erfahrungen dieses Herstellers von Holzbearbeitungsmaschinen an:

  • „Abhängig vom Steuerungssystem nutzt man 2 unterschiedliche Ethernet-Protokolle auf der Feldbus-Ebene, Profinet und EtherCat. Man hat dadurch schnellere Durchlaufzeiten erreicht, es gibt weniger Stillstandszeiten an der Maschine und man hat schnellere Montagezeiten. Die Ersparnis durch geringere Verdrahtung liegt zwischen 7-10%.“ (2008)

 

Die Jahreszahlen kennzeichnen das Jahr der Durchführung von Ethernet Marktuntersuchungen durch Quest TechnoMarketing.

 

Zum Seitenanfang
Bookmark and Share