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Gummi-/Kunststoffmaschinen: Produktion und Umsatz bis Nov. 2015

Leichte Tendenz zu höherwertigen Gummi- und Kunststoffmaschinen seit 2013

Symbolbild Spritzgießmaschinen in Fabrikhalle.

Update 25. Januar 2016, Erstveröffentlichung 14. Oktober 2013 - Die Branche der Gummi- und Kunststoffmaschinen hat die Weltwirtschaftskrise 2008/2009 viel dynamischer überwunden als der Maschinenbau insgesamt. Schon 2011 kletterten die Stückzahlen der Gummi- und Kunststoffmaschinen über ihr Vorkrisenniveau, was dem Maschinenbau erst im Dezember 2014 gelang.

Produktion seit 2013 in einer Seitwärtsbewegung mit sinkender Tendenz

Diese dynamische Krisenüberwindung mündete jedoch nicht in einen Aufwärtstrend, in eine anhaltende Aufwärtsbewegung. Stattdessen schwenkte die Produktion in eine Seitwärtsbewegung ein, schwankt also auf und ab um eine im Wesentlichen horizontal verlaufene Durchschnittslinie.

Produktion von Gummi- und Kunststoffmaschinen von 2008 bis 2015 November.

Seit 2013 zeigt die Seitwärtsbewegung der Produktion eine stagnierende bzw. leicht sinkende Tendenz.


Der gleitende Jahresmittelwert erreichte im April 2013 seinen Spitzenwert (130,3). Seitdem hat sich weder 2014 noch bisher in 2015 ein neuer Höchstwert herausgebildet. Aktuell steht der Jahresmittelwert bei 126,1, während die Produktion im November 2015 mit 142,3 Indexpunkten darüber liegt.

Die Perspektive für die Produktion ist weiter anhaltende Seitwärtsbewegung

Aus dem Produktionsverlauf seit 2008 folgt als Perspektive mit der relativ größten Wahrscheinlichkeit eine weiter anhaltende Seitwärtsbewegung.


Wann es wieder nachhaltig aufwärts oder sogar wieder in eine Krise geht, lässt sich mit Hilfe des Diagramms quantifizieren. Ein Aufwärtstrend müsste die Produktion über 169,4 bzw. 181,9 Indexpunkte führen, während eine erneute Krise unterhalb von 99,8 bzw. 84,6 Indexpunkten einsetzen würde.

Umsatz mit steigender Tendenz seit 2013

Zwar vollzieht der Umsatz wie die Produktion seit 2012 eine Seitwärtsbewegung. Aber in gewissem Gegensatz zur Produktion zeigt der Umsatz in dieser Seitwärtsbwegung seit 2013 eine aufsteigende Tendenz.


Der Jahresmittelwert erreichte wie bei der Produktion im April 2013 seinen Höchstwert. Aber anders als die Produktion konnten 2014 und 2015 jeweils neue Höchstwerte erreicht werden.

Umsatz von Gummi- und Kunststoffmaschinen von 2008 bis 2015 November.

Der Umsatz von Gummi- und Kunststoffmaschinen weist also seit 2013 eine steigende Tendenz auf.


Die unterschiedliche Entwicklung von Produktion und Umsatz begründet seit 2013 eine leichte Tendenz zu höherwertigen Gummi- und Kunststoffmaschinen.

Leichte Tendenz zu höherwertigen Gummi- und Kunststoffmaschinen

Das Diagramm, das auf den Meldungen der Firmen an das Statistische Bundesamt über Stückzahlen der Maschinen und ihre Verkaufspreise basiert, bestätigt die Tendenz zu steigenden Durchschnittswerten der Gummi- und Kunststoffmaschinen.

Wert von Gummi- und Kunststoffmaschinen von 2008 bis 2015 1H.

In den Produktsegmenten hingegen zeigen die Durchschnittswerte eine ganz unterschiedliches Bild.

Unterschiedliche Wertentwicklung in den Produktsegmenten

Die unterschiedliche Wertentwicklung in den Produktsegmenten zeigt sich insbesondere in einem häufigen Richtungswechsel.


Der Durchschnittswert von Extruder fällt 2012 und 2013, steigt aber wieder 2014 auf einen Wert von 176.407 € und fällt erneut im 1. Halbjahr 2015.


Der Wert von Spritzgießmaschinen steigt von 2011 bis 2013, stagniert 2014 bei 130.129 € und fällt leicht im 1. Halbjahr 2015.


Pressen und Gießmaschinen steigen in ihrem Durchschnittswert 2012 und 2013, fallen jedoch 2014 wieder auf einen Wert von 154.232 € und sinken erneut im 1. Halbjahr 2015.

Werte von Spritzgießmaschinen, Pressen und Bearbeitungsmaschinen für Kunststoff von 2008 bis 2015 1H.

Zellkunststoff- und Zellkautschukmaschinen (im Diagramm nicht aufgenommen) fallen 2012 deutlich auf einen Wert von 198.000 € und steigen seitdem bis auf einen Wert von 490.000 € im 1. Vierteljahr 2015.

Höherwertige Maschinen als Antwort auf stagnierende Weltmärkte

Die Tendenz zu höherwertigen Gummi- und Kunststoffmaschinen kann als Antwort verstanden werden auf die zunehmend stagnierenden Exportmärkte.


Wertsteigerungen wie höhere Funktionsvielfalt und höheres Leistungsvermögen verstärken die Wettbewerbsvorteile. Diese Entwicklung zeigt sich bei Verpackungsmaschinen in noch stärkerem Umfang.


Exportmärkte mögen aber auch deshalb stagnieren, weil sich die Nachfrage nach Maschinen mehr auf den stückkostenoptimierten Einzweck-Maschinentyp verlagert. Dies gilt es jeweils zu berücksichtigen.

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