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Umsatz je Beschäftigten signalisiert Stand der Krisenüberwindung

Krisenindikator im Maschinenbau liegt 2015 um 2,2% über Vorkrisenniveau

Update 6. Juni 2016 - Die Maschinenbauer hatten und haben immer noch erheblich zu kämpfen, den tiefen Fall von Produktion und Umsatz durch die Weltwirtschaftskrise zu überwinden.

 

Das gilt auch sieben Jahre nach Ausbruch dieser Krise. Die Tiefe dieser Krise wie ihre Dauer gehören zu den strukturellen Veränderungen, die sich im Verlauf der Industrieproduktion in den führenden Industrieländern seit dem Jahr 2000 entwickelt haben.

 

Wie die Branchenanalyse aufzeigt, setzt sich der Maschinenbau aus Firmen mit ganz unterschiedlicher Größenordnung zusammen.

 

Wir möchten jetzt aufzeigen, wie die Firmen je nach Betriebsgröße um die Überwindung der Krisenfolgen kämpfen und welche Firmengrößen sich dabei leichter tun.

Maschinenbaufirmen nach Betriebsgröße unterschieden

Dazu unterteilen wir den Maschinenbau in sechs Betriebsgrößenklassen gemäß den Zahlen des Statistischen Bundesamtes für 2015. Das sind Maschinenbaufirmen mit

  • weniger als 50 Beschäftigten (40% der Maschinenbaufirmen 2015)
  • 50 bis 99 Beschäftigten (24%)
  • 100 bis 249 Beschäftigten (21%)
  • 250 bis 499 Beschäftigten (9%)
  • 500 bis 999 Beschäftigten (4%)
  • 1.000 und mehr Beschäftigten (2%).

Umsatz je Beschäftigten signalisiert Stand der Krisenüberwindung

Die Kennzahl, die uns den Kampf um die Überwindung der Krisenfolgen verdeutlichen soll, ist der Umsatz je Beschäftigten. Die Beschäftigten in den Maschinenbaufirmen arbeiten mit vollem Einsatz. Der Umsatz dagegen, den sie erwirtschaften, hängt maßgeblich von den weltweiten Marktbedingungen als Folge der Weltwirtschaftskrise ab.

 

Konnte nun der Umsatz je Beschäftigten über das Niveau von vor der Krise hinaus gesteigert werden? Das spräche für die Überwindung der Krise.

Krisenindikator 2014 und 2015 knapp über Vorkrisenniveau

Die Grafik zeigt das Ergebnis für den gesamten Maschinenbau. Der Umsatz je Beschäftigten ist für 2008 gleich 100 gesetzt, so dass auf einen Blick deutlich wird, liegt diese Kennzahl nun über, auf oder unter dem Vorkrisenniveau.

 

Das Ergebnis: Der Umsatz pro Beschäftigten konnte 2014 das Vorkrisenniveau (=100) mit 100,5 erstmals sehr knapp übertreffen und liegt 2015 mit 102,2 um 2,2% über dem Vorkrisenstand von 2008.

Umsatz je Beschäftigten im Maschinenbau 2008 bis 2015 als Krisenindikator

Ein differenzierteres Bild bieten die Ergebnisse in den sechs Betriebsgrößen.

 

Der Stand der Krisenbewältigung in den sechs Betriebsgrößen

Umsatz pro Beschäftigten bildet wieder für jede Betriebsgrössenklasse für 2008 den Wert 100.


Maschinenbauer mit 500 bis 999 Beschäftigten (hellblaue Linie) haben die Krise seit 2011 überwunden. Ihr Krisenindikator entfernt sich seit 2012 kontinuierlich vom Vorkrisenstand und erreicht 2015 mit 113,6 seinen bisher höchten Wert.

 

Auch Firmen mit 50 bis 99 Beschäftigten (dunkelblaue Linie) übertreffen 2015 mit 102,1 ihren Vorkrisenstand, was bereits 2011 (100,3) und 2012 (100,4) sehr knapp gelang.


Erstmals über Vorkrisenniveau liegen auch Maschinenbauer mit 250 und 499 Beschäftigten. Ihr Umsatz pro Beschäftigten zeigt 2015 einen Index von 100,4.

Umsatz je Beschäftigten der Betriebsgrössen im Maschinenbau 2008 bis 2015.

Auf die sehr großen Maschinenbaufirmen mit 1.000 und mehr Beschäftigten drücken weiterhin relativ am stärksten die Folgen der Weltwirtschaftskrise. Bei diesen Firmen liegt der Umsatz je Beschäftigten 2014 (96,0) wie 2015 (98,4) relativ am stärksten unter ihrem Vorkrisenniveau.

 

Maschinenbaufirmen in zwei weiteren Betriebsgrößenklassen lagen 2015 unter ihren Vorkrisenniveaus, nämlich Firmen mit 100 bis 249 Beschäftigten (99,2) sowie solche mit unter 50 Beschäftigten (99,6).

 

Während 2014 bereits 43% der Maschinenbaufirmen über ihrem Vorkrisenniveau lagen, sinkt dieser Wert 2015 auf 37% (24% Betriebe mit 50 - 99 Beschäftigten, 9% Betriebe mit 250 bis 499 Mitarbeitern, 4% der Betriebse mit 500 bis 999 Mitarbeitern).

 

Weitere 61% der Maschinenbaufirmen liegen sehr nahe an ihrem Vorkrisenniveau (Betriebe mit unter 50 und mit 100 bis 249 Mitarbeitern). 

 

Während im Jahr 2014 ein Drittel der Maschinenbaufirmen (32%) die Folgen der Weltwirtschaftskrise nicht überwinden konnten, sinkt dieser Wert 2015 auf 2%, die sehr großen Maschenbau-Firmen betreffend.

Umsatz je Beschäftigten in Euro

Abschließend zur Information noch die absoluten Zahlen für die Kennzahl Umsatz je Beschäftigten.

Umsatz pro Beschäftigten und Betriebsgröße 2008 bis 2015.

Im Branchendurchschnitt liegt der Umsatz pro Beschäftigten bei 230.172 € im Jahr 2015. Seine Spanne vom kleinsten zum größten Wert beträgt 130.100 €, das sind 56% vom Branchendurchschnitt. Sie reicht von 148.300 € pro Beschäftigten bei Firmen mit unter 50 Beschäftigten bis hin zu 279.300 € bei Firmen mit 1.000 und mehr Mitarbeitern.

 


1) Bekanntlich sind Firmen des Verarbeitenden Gewerbes ab 20 Beschäftigte gesetzlich verpflichtet, Produktion, Umsätze, Beschäftigte u.a. an die Statistischen Ämter zu melden. Diese Zahlen sind deshalb sehr zuverlässig.

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